Firma gründen: Tipps zur Gründung Ihres eigenen Unternehmens

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Für viele ist die Gründung eines eigenen Unternehmens ein lange gehegter Traum. Aber was benötigt man eigentlich um eine Firma zu gründen? Worauf muss man besonders achten, Wie viel Geld sollte man einplanen — und wo bestehen die Risiken? Im folgenden Artikel wollen wir von Mooncard Ihnen einen Überblick über die Gründung einer Firma beziehungsweise eines Unternehmens geben.

 

Worin besteht der Unterschied zwischen einer Firma und einem Unternehmen?

 

Im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet man die Begriffe Firma und Unternehmen meist synonym — de facto besteht zumindest juristisch aber ein Unterschied zwischen einer Firma und einem Unternehmen. So bezeichnet das Wort Firma per Definition eigentlich nur den Unternehmensnamen an sich, während das Wort Unternehmen eine wirtschaftlich selbständige Organisationseinheit, die in mehreren Rechtsformen möglich ist (dazu später mehr).

 

Was kostet es eine Firma zu gründen?

 

Die Gründung eines Unternehmens an sich — also der bürokratische Aufwand — ist in den meisten Fällen nicht besonders teuer. Wie viel Sie genau bezahlen, hängt von der Rechtsform Ihres Unternehmens ab. Entscheiden Sie sich etwa für die Gründung eines Einzelunternehmens, belaufen sich die Kosten für die Gewerbeanmeldung bei etwa 15 bis 65 Euro, hier kommen Sie sogar ohne einen Eintrag ins Handelsregister aus. Dasselbe gilt für Personengesellschaften. Die Gründung einer GmbH hingegen beläuft sich zwischen 600 und 1400 Euro. Hierunter fällt die Gewerbeanmeldung und der Eintrag ins Handelsregister. Hinzu kommt bei einer GmbH das erforderliche Startkapital von 25.000 Euro.

Bislang deckt dies aber nur überschlagsmäßig die bürokratischen Kosten ab, die am Anfang entstehen. Hinzu kommen später natürlich die Kosten für den laufenden Betrieb, die Gebäude- beziehungsweise Büroausstattung, Miete sowie Kosten für Produktionsmittel, Marketing und andere Faktoren wie natürlich auch die Steuerlast. Auch Fixkosten wie zum Beispiel die Gehälter, die sie an Ihre Mitarbeiter — und an sich selbst — auszahlen, müssen hier eingerechnet werden.

 

Was braucht man, um eine Firma zu gründen?

 

Die Frage, was man primär braucht, um eine Firma zu gründen, ist einfach beantwortet: Zu allererst einen Plan. Die Gründung einer Firma sollte definitiv keine überhastete Aktion sein, sondern mit viel Planungsvorlauf passieren. Bevor Sie eine Firma gründen, gilt es viele Fragen zu klären.

  • Welche Rechtsform soll Ihr Unternehmen sein?
  • Wie soll Ihr Unternehmen heißen?
  • Wie wollen Sie Ihr Unternehmen finanzieren? 
  • Wie wollen Sie Ihre Pläne umsetzen?

Diese vier Fragen alleine setzen schon einiges an Ideen, Fachwissen, realistischer Planung und Kreativität voraus.

 

Das Fundament: die richtige Idee

 

Der beste Geschäftsplan ist nichts ohne das wichtigste Fundament eines Unternehmens — der richtigen Ideen. Ganz egal, ob Sie das Rad neu erfinden wollen oder auf etwas Bestehendem aufbauen oder adaptieren: Sie müssen überzeugt von Ihrer Idee sein!

 

Wer darf eine eigene Firma gründen?

 

In Deutschland darf jede volljährige Person ein eigenes Unternehmen gründen. 

 

Welche Nachweise und Qualifikationen muss man erbringen können?

 

Welche Voraussetzungen sonst erforderlich sind, kommt auf das jeweilige Gewerbe an. Informieren Sie sich, ob Sie für Ihre Branche möglicherweise entsprechende Nachweise benötigen. Für eine Reihe von Handwerksberufen ist beispielsweise oft ein Meistertitel erforderlich — für andere Berufe wie in der Gastronomie- und Hotelleriebranche sind auch Genehmigungen aus hygienischen Gründen erforderlich. Informieren Sie sich vorab genau, welche Nachweise Sie für Ihre Firmengründung benötigen.

 

Wie soll meine Firma heißen?

 

Die Namensfindung ist ein wesentlicher Teil der Firmen- beziehungsweise Unternehmensgründung. Schließlich ist ein Name, den man sich leicht merken kann, wesentlich für den geschäftlichen Erfolg! Den perfekten und im besten Fall auch aussagekräftigen Namen zu finden, ist nicht immer leicht und durchaus mit viel Recherche verbinden. Sie sollten schließlich auch sichergehen, dass ihr Wunschname nicht bereits vergeben und markenrechtlich geschützt ist. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Namensfindung, schreiben Sie Listen, suchen Sie in der Datenbank des Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) nach Unternehmen, die möglicherweise Ihren Wunschnamen bereits registriert haben (oder deren Namen eine frappierende Ähnlichkeit zu Ihrem gewünschten Firmennamen besitzt

 

Was ist die richtige Rechtsform für mein Unternehmen?

 

Einzelunternehmen oder Gesellschaft?

 

Wie wir es zu Beginn bereits erwähnt hatten — wesentlich für die Firmen- beziehungsweise Unternehmensgründung ist die richtige Rechtsform. Hier sollten Sich ganz genau informieren und über ihre Anforderungen im Klaren sein, die Rechtsform hat nämlich gravierende rechtliche und finanzielle Konsequenzen. Dies inkludiert unter anderem die Haftung (bei manchen Formen haften Sie etwa mit ihrem Privatvermögen und haben keinerlei Haftungsbeschränkung), aber auch die Kreditwürdigkeit.

Eine der wichtigsten Fragen ist — wollen Sie ein Einzelunternehmen oder eine Gesellschaft gründen? Beides hat seine Vor- und Nachteile, über die Sie sich genau klar sein sollten. Als Einzelunternehmer haben Sie die völlig Entscheidungsfreiheit, müssen gegenüber Ihren Partnern keine Kompromisse machen — und auch den Gewinn nicht teilen. Ein Einzelunternehmen ist einfach in der Gründung, birgt aber auch gravierende Risiken — Sie haften nämlich uneingeschränkt mit Ihrem Privatvermögen.

Eine Gesellschaft — in welcher Form auch immer — bringt hingegen ein deutlich geringeres Gründungsrisiko mit sich. Auch der Erfahrungsaustausch mit Ihren Partnern sowie die Möglichkeit der Aufgabenteilung ist vorteilhaft. Bei einer Gesellschaft bündeln sich außerdem sozusagen die finanziellen Kräfte — somit ist es auch leichter, Kapital aufzubringen. Allerdings kann es bei einer Gesellschaft auch durchaus einmal zu Diskrepanzen und Streitigkeiten unter den Partnern kommen. 

 

Ein kurzer Überblick über die verschiedenen Rechtsformen

 

  • Einzelunternehmen: Der Inhaber haftet mit Privatvermögen, Haftungsbeschränkung gibt es keines.
  • Eingetragener Kaufmann (e. K.): Haftung mit Privatvermögen
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH): 25.000 Euro Stammkapital vorausgesetzt
  • Unternehmergesellschaft (ebenfalls haftungsbeschränkt): Ein Euro Stammkapital vorausgesetzt
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR): Für mindestens zwei Gesellschafter (nicht haftungsbeschränkt)
  • Kommanditgesellschaft (KG) oder Offene Handelsgesellschaft (OHG): Für zwei oder mehrere Gründer, ohne Haftungsbeschränkung.
  • Aktiengesellschaft (AG): 50.000 Euro Minimum Startkapital
  • GmbH & Co KG: Eine Mischform aus GmbH und Kommanditgesellschaft (haftungsbeschränkt)

 

Die Frage der Finanzierung

 

Eine Firma beziehungsweise ein Unternehmen bringt natürlich auch einen beträchtlichen finanziellen Aufwand (und wie gesagt auch ein finanzielles Risiko) mit sich. Informieren Sie sich rechtzeitig über Finanzierungsmöglichkeiten wie Kredite — aber auch über mögliche Förderungen, die Ihnen bei der Unternehmensgründung finanziell unter die Arme greifen können. Verschiedene Unternehmensformen setzen verschieden hohes Startkapital voraus — bevor Sie weiterplanen, sollten Sie sich im Klaren sein, wie sie an dieses Startkapital kommen.

 

Wie schnell kann man eine Firma gründen?

 

Die durchschnittliche Zeit einer Firmengründung — damit ist die Vorbereitungszeit von der ersten Idee bishin zum Unternehmensstart — beträgt laut dem KfW Gründungsmonitor sieben Monate. Allerdings ist anzumerken, dass es keinen Standard bezüglich einer Dauer der Firmengründung gibt, da diese von vielen verschiedenen Faktoren und Fristen abhängt. So ist der Aufwand auch unter den verschiedenen Rechtsformen von Unternehmen unterschiedlich — bei der Gründung einer GmBH muss man etwa andere Schritte durchlaufen als bei Gründung eines Einzelunternehmens oder eine GbR.

 

Wo Sie Ihre Firma überall anmelden müssen

 

Klar, so eine Firmen- beziehungsweise Unternehmensgründung ist mit einigem bürokratischen Aufwand verbunden. Es gibt einige Stellen, bei denen Ihr Betrieb angemeldet werden muss. Mooncard verrät Ihnen, an welche Anmeldungen sollten Sie denken sollten:

 

Gewerbeanmeldung

 

Die Anmeldung am Gewerbeamt ist für jeden Firmengründer der allererste bürokratische Schritt. Hiermit sind Kosten verbunden.

 

Finanzamt

 

Nach dem Gewerbeamt kommt das Finanzamt dran. Von diesem bekommen Sie einen steuerlichen Erfassungsbogen, den Sie ausfüllen und ans Finanzamt zurücksenden.

 

Berufsgenossenschaft

 

Innerhalb der ersten Woche nach Firmengründung müssen Sie diese auch bei der Berufsgenossenschaft melden.

Weitere Stellen, bei denen sie sich melden müssen sind das statistische Landesamt, die Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer sowie — ganz wichtig — die Krankenversicherung!

 

Firma im Ausland gründen — geht das?

 

Natürlich ist es auch möglich, eine Firma im Ausland zu Gründen. Als EU-Bürger ist es besonders einfach, in anderen EU-Staaten (sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein) ein Unternehmen oder die Niederlassung einer Tochtergesellschaft zu gründen. Wie die einzelnen Voraussetzungen und Details aussehen, hängt natürlich vom gewünschten Land ab. Übrigens ist es ratsam, auch im Ausland nach Förderungen Ausschau zu halten! 

 

Firmengründung — wer kann helfen?

 

Es gibt mehrere Stellen, an die sie sich in Deutschland bezüglich einer Firmengründung wenden können. Dazu gehören etwa die IHK und die Handwerkskammer, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Gründungsberatung. Auch das Gespräch mit Ihrem Steuerberater ist bereits im Vorfeld wichtig — denn eine genaue finanzielle und steuerliche Vorstellung von dem, was auf Sie zukommen wird, ist ganz wesentlich.

 

Firma gründen — ein Fazit

 

Sie sehen also — eine Firma beziehungsweise ein Unternehmen zu Gründen, kommt mit einigem Planungs- und Organisationsaufwand. Dieser ist aber durchaus zu bewältigen. Wichtig ist, dass Sie sich eine Checkliste machen und die notwendigen Schritte Stück für Stück abarbeiten.

 

Überhasten Sie die Gründung ihrer Firma nichts. Arbeiten Sie an der Idee, holen Sie sich Rat — gerne auch professionellen. Sprechen Sie mit anderen Firmengründern und fragen Sie nach deren Erfahrungen. Besorgen Sie sich Fachliteratur. Informieren sie sich über Betriebsausgaben, Werbungskosten und Einkaufsstrategie. Und ganz wichtig: Arbeiten Sie an Ihrer Idee. Seien Sie ruhig selbstkritisch — denn auf der Handfestigkeit Ihrer Geschäftsidee beruht auch ihrer künftiger Erfolg zu großen Teilen. Auch der Firmenname will wohl überlegt sein — genauso wie die Geschäftsform. Die Gründung einer Firma birgt immer auch große Risiken — seien Sie sich dieser bewusst. Versuchen Sie sich, in allen notwendigen Bereichen Kompetenz anzueignen — so vermeiden Sie böse Überraschungen. Nehmen Sie vor der Firmengründung Beratungen in Anspruch. Besonders wichtig: Haben Sie einen Finanzplan. Es ist ratsam, mit ausreichend Rücklagen ins Gründungsjahr zu gehen — denn eine Steuernachzahlung nach einem erfolgreichen Start kann schon zu Beginn eine erhebliche Belastung darstellen.

Bei all den Anforderungen: Verzagen Sie nicht! Mit dem richtigen Elan, Know-How und ausreichender Planung steht einer erfolgreichen Firmengründung nichts im Wege!

 

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